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Der elektrisch höhenverstellbare Schreibtisch – ein Mittel zur Erhaltung der Arbeitsfähigkeit

In den letzten Jahren geht ein immer größer werdender Teil der Bevölkerung einer sitzenden Tätigkeit nach. Deshalb steigt auch die Anzahl der Menschen mit Rückenproblemen und Haltungsschäden sprunghaft an. Hat jemand schon eine Vorerkrankung in diesem Bereich, kann sich diese massiv verschlechtern, wodurch sich Krankenstände, Verdienstausfälle und Gesundheitsausgaben vervielfachen.

Vor allem in der Arbeit verbringen wir zu viele Stunden durchgehend in einer für die Wirbelsäule sehr belastenden Position. Dies selbst zu ändern ist sehr schwierig, da die meisten herkömmlichen Büromöbel ergonomisch ideales Sitzen und Arbeiten kaum zulassen. Gerade Menschen mit einer Vorerkrankung des Rückens oder des Bewegungsapparates können dadurch sogar langfristig berufsunfähig werden.

Ein elektrisch höhenverstellbarer Schreibtisch ist für die Betroffenen oft die einzige Möglichkeit, weiterhin dauerhaft am Arbeitsleben teilnehmen zu können. Er kann exakt auf Körpergröße und Anatomie des Arbeitenden angepasst werden und somit auch auf verschiedene Tätigkeiten, die idealerweise in unterschiedlichen Höhen durchgeführt werden. Dadurch wird der Stützapparat des Körpers so wenig wie möglich belastet. Auch das Wechseln zwischen sitzender und stehender Position bringt große Vorteile, vor allem für Menschen mit Bandscheiben, Steißbein- und Gelenksproblemen.

 

Warum gibt es einen Zuschuss für einen höhenverstellbaren Schreibtisch?

Studien haben gezeigt, dass sich durch den Gebrauch dieses technischen Büromöbels der Gesundheitszustand der Betroffenen deutlich gebessert und oder bei schweren Erkrankungen zumindest nicht verschlechtert hat. Die durchschnittliche Arbeitszeit konnte enorm gesteigert werden, die Ausfalltage und Arztkosten, Kosten für Heilmaßnahmen und Medikamente signifikant gesenkt.

Das bedeutet eine große Verbesserung der Lebensqualität, nicht umsonst stehen das Recht auf Gesundheit und das Recht auf Arbeit im Grundgesetz der Menschenrechte. Sie sind zwar bei einem negativen Bescheid nicht einklagbar, geben aber doch die Richtung vor, in der solche Entscheidungen getroffen werden sollen.

Der Arbeitgeber, der je nach Grad der Behinderung bis zu €1200 Zuschuss für einen höhenverstellbaren Schreibtisch bekommt, muss zwar vielleicht auch etwas investieren, dafür bleibt die Arbeitsfähigkeit des Mitarbeiters erhalten. Es kommt zu weniger Ausfällen, Vertretungen oder neu einzuschulende Kräfte sind nicht mehr nötig, vor allem wird aber, wie unabhängige Studien zeigen, die Arbeitsleistung deutlich höher. Der Arbeitnehmer ist konzentrierter, erledigt mehr Arbeit in der gleichen Zeit und macht weniger Fehler. Das erspart dem Betrieb nicht nur Unkosten, ein fitter Angestellter sorgt auch für ein besseres Arbeitsklima, wovon auch die anderen Mitarbeiter profitieren.

Arbeitnehmer, Arbeitgeber, aber auch Krankenkassa oder Pensionsversicherungsanstalt haben also gleichermaßen einen Vorteil davon, diese Investition zu tätigen.

Deshalb gewähren Krankenkassen diesen Zuschuss für einen höhenverstellbaren Schreibtisch in vielen Fällen.

 

Ich bin aber selbstständig!

Auch dann kann man einen Antrag auf einen höhenverstellbaren Schreibtisch stellen. Wenn man eine sitzende Tätigkeit ausübt und damit seinen Lebensunterhalt zu Hause verdient, gelten die gleichen Richtlinien wie in einem auswärtigen Betrieb. Bei körperlichen Problemen, welche die Erwerbsfähigkeit deutlich einschränken, bekommt man dann einen Zuschuss für einen höhenverstellbaren Schreibtisch, wenn man nachweisen kann, dass er beruflich und nicht privat genutzt werden wird.

 

Wer kann einen Antrag auf einen höhenverstellbaren Schreibtisch stellen?

Laut Sozialgesetzbuch hat jeder Versicherte den Anspruch auf Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben, wenn dadurch eine Erwerbsminderung oder Erwerbsunfähigkeit abgewendet oder wiederhergestellt werden kann.

Was in juristischer Sprache sehr kompliziert klingt, bedeutet nichts anderes, als dass jeder einen Antrag auf einen höhenverstellbaren Schreibtisch stellen kann, der aus medizinischer Sicht nicht an einem standardmäßigen arbeiten sollte. Dazu gehören zum Beispiel Menschen mit Wirbelschäden oder Degenerationen, Bandscheibenvorfällen, Gelenksschmerzen, Fehlstellungen oder irreversiblen Verletzungen des Steißbeines, bestimmten Arten von Rheuma, starker Skoliose (Wirbelsäulenverkrümmung), Versteifungen der Wirbelsäule oder nach Operationen am Rückgrat.

Wenn ein Orthopäde oder der behandelnde Arzt ein Attest für einen höhenverstellbaren Schreibtisch ausstellt, wird er in den meisten Fällen auch genehmigt. Leidet man also unter einer Erkrankung oder Verletzung, die einem das normale Sitzen und Arbeiten schwer macht, sollte man mit einem Mediziner abklären, ob der Schweregrad ausreicht und eine eventuelle Einschränkung der Arbeitsfähigkeit vorhanden ist. Er kann meist schon abschätzen, ob die Krankenkasse einen Zuschuss für einen höhenverstellbaren Schreibtisch auszahlen wird.

 

Die Schritte zum ergonomischen Arbeitsplatz

Wenn man bemerkt, dass man durch seine sitzende Tätigkeit immer größere medizinische Probleme bekommt, muss man sich zuerst an seinen Arzt oder Orthopäden wenden. Dieser kann dann ein Attest für einen höhenverstellbaren Schreibtisch ausstellen. Darin muss angegeben werden, warum dieser für die Erwerbs- und Leistungsfähigkeit unabdingbar ist.

Danach sollte man sich bei der zuständigen Stelle erkundigen, ob ein Kostenvoranschlag benötigt wird! Wenn ja, sollte man sich an ein Fachgeschäft wenden um sich dort beraten zu lassen. Hat man den perfekten Schreibtisch gefunden, reicht man den vorläufigen Preis mit einer Kopie des Prospekts ein.

Als nächstes stellt man dann den Antrag bei der Krankenkasse. Dieser wird geprüft und nach pflichtgemäßen Ermessen, wie es in der Amtssprache heißt, beurteilt.

Reha-Zentren sind auch ein guter Ansprechpartner, wenn man mit herkömmlicher Büroausstattung nicht mehr arbeiten kann. Sie begleiten ihre Patienten auf dem Weg zu ihrem Möbelstück. Mit dem Entlassungsbericht kann man auch hier ein Attest für einen höhenverstellbaren Schreibtisch bekommen, mit dem der Antrag gestellt werden kann.

Außerdem kann man gemeinsam mit Reha-Beratern das geeignete Büromöbel finden.

Dann muss man nur mehr auf die Bewilligung warten.

Wichtig: Auch wenn man es kaum erwarten kann, endlich ergonomisch ideal arbeiten zu dürfen, muss man trotzdem unbedingt den Antrag stellen bevor man den Kauf tätigt. Rückwirkend können keine Ansprüche mehr geltend gemacht werden.

 

Passen wir zusammen?

Einen Begleiter, mit dem man so viel Zeit des Tages verbringt, sollte man sich gut ansehen und erst nach reiflicher Überlegung auswählen.

Mit Hilfe unseres Produktfilters – hier klicken, haben Sie dich Möglichkeit einen Schreibtisch zu finden, der optimal zu Ihnen passt. Hier spielen nicht nur Körpergröße und Anatomie, sowie die gesundheitlichen Probleme eine Rolle, sondern auch die Art der Tätigkeiten die darauf ausgeübt werden soll.

Fühlt man sich wohl, hat man endlich seinen perfekten Arbeitspartner gefunden.

Danach sollte man die Handhabung noch unter fachgerechter Anleitung üben, um Haltungsfehler zu vermeiden, die einen sonst noch lange begleiten würden.

Dann aber steht der Zusammenarbeit nichts mehr im Weg!

 

Ein neuer Arbeitsalltag

Auch wenn einiges an Zeit und vielleicht auch Geld in Form des möglichen Selbstbehaltes investiert werden müssen, wird sich die Anschaffung eines höhenverstellbaren Schreibtisches auf jeden Fall lohnen!

Verkrampftes Sitzen, Schmerzen, Kopfweh und Konzentrationsprobleme gehören nun endlich der Vergangenheit an und man kann sich wieder auf die Arbeit fokussieren und hoffentlich auch Freude daran haben.

Zu wissen, dass man auch weiterhin seinem Beruf nachgehen kann ohne gravierende gesundheitliche Schäden davonzutragen, ist eine riesengroße Erleichterung im Alltag, wird dadurch ja auch die eigene Existenz gesichert.

Vielleicht erspart man sich sogar die häufige Physiotherapie, Behandlungen, Arztbesuche, eventuell sogar Medikamente oder Operationen.

Die Lebensqualität und Arbeitsqualität wird auf jeden Fall wieder deutlich höher.

Eigentlich heißt es ja „my home is my castle“, aber da wir heutzutage so viel Zeit in der Arbeit und vor allem sitzend verbringen, sollten wir uns auch den Arbeitsplatz nach unseren Bedürfnissen gestalten.